System zur Effizienzsteigerung und Assistenz bei Produktionsprozessen

Mit der Vortragsreihe „Arbeit, Gerechtigkeit und Inklusion“, die vom 20.10.2015 bis zum 26.01.2016 unter verantwortlicher Federführung von Prof. Dr. Catrin Misselhorn und Hauke Behrendt vom Institut für Philosophie einmal wöchentlich an der Universität Stuttgart veranstaltet worden ist, konnte eine breite Öffentlichkeit angesprochen werden. Bereits zum Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Oskar Negt drängten mehr Besucher in den Vorlesungssaal als Plätze zur Verfügung standen. Aufmerksam folgten am Ende mehr als 100 Zuhörer den Worten von Professorin Misselhorn, die thematisch in die Veranstaltungsreihe einführte. Ein Radiointerview des SWR2 hatte im Vorfeld über die Veranstaltung informiert und zahlreiche Stuttgarterinnen und Stuttgarter in die Universitätsbibliothek locken können. Auch ein wohlwollender Zeitungsbericht der Stuttgarter Zeitung vom 22. Oktober 2015 konnte sicherlich zusätzlich dazu beigetragen, dass das Interesse an der Ringvorlesung in den nächsten Wochen nicht nachließ. Bis zur letzten Sitzung blieben die Diskussionsrunden nach den Vorträgen unverändert lebendig.

Die Veranstaltungsreihe diente allerdings nicht nur der Öffentlichkeitsarbeit. Die Veranstalter hatten sich zum Ziel gesetzt, relevante Fragen, die sich im Zusammenhang mit motionEAP stellen, mit benachbarten wissenschaftlichen Disziplinen, wie der Soziologie und Rechtswissenschaft, sowie mit Vertretern aus Gesellschaft und Wirtschaft zu diskutieren, und dabei ebenfalls die eigene Forschungsarbeit in den Mittelpunkt zu stellen. Neben Andrea Stratmann, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Werk- und Wohnstätten (GWW) und Konsozialpartnerin in motionEAP, konnte auch Gerd Weimer, der Beauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg für die Belange von Menschen mit Behinderungen für einen Vortrag über aktuelle Entwicklungen in der Praxis gewonnen werden.

Eröffnungsvorlesung am 20.10.2015 mit Prof. Dr. Oskar Negt und Prof. Dr. Catrin Misselhorn.

Eröffnungsvorlesung am 20.10.2015 mit Prof. Dr. Oskar Negt und Prof. Dr. Catrin Misselhorn.

In einem zweitägigen Workshop (26./27.11.15) wurde das Thema wissenschaftlich vertieft und in philosophischer, sozialwissenschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht diskutiert. Im Mittelpunkt des Workshops stand die konzentrierte Erarbeitung einschlägiger Thesen und Positionen. In anregender Atmosphäre wurden diverse Leitfragen eingehender untersucht. Hier eine Auswahl:

Arbeit: Was verstehen wir unter Arbeit? Welche Bedeutung hat Arbeit in und für moderne Gesellschaften und für die Würde des Individuums? Hat die Arbeitswelt eine moralische Dimension? Welchen Wandel haben der Arbeitsbegriff und die gesellschaftliche Organisation von Arbeit durchgemacht und wie könnte er sich angesichts technologischer Entwicklungen verändern? Welche Herausforderungen stehen der Arbeitswelt heute bevor?

Gerechtigkeit: Gibt es Rechte/Pflichten zur Arbeit? Wie sollte Arbeit gerecht verteilt werden? Wie sieht gerechte/gute Arbeit aus? Wie gerecht ist unsere Arbeitswelt heute? Können zeitgenössische gerechtigkeitstheoretische Ansätze Menschen mit Behinderung adäquat einbeziehen? Gibt es neben Gerechtigkeit weitere ethisch relevante Dimensionen in der Arbeitswelt?

Inklusion: Wie sieht der Status quo aus? Welche Maßnahmen können zur Steigerung der Inklusion ergriffen werden? Wie kann Inklusion in die Arbeitswelt gestaltet werden? Wie sieht gute Inklusion für welche Personengruppen aus? Welche Rolle kann/sollte Technologie bei der Inklusion spielen? Wie wichtig ist Arbeit für eine umfassende Teilhabe an der Gesellschaft?

Die Rückmeldungen zu den Veranstaltungen waren durchweg positiv.

Links zu den Programmflyern finden sich hier:

Workshop

Ringvorlesung